Deutsch-japanischer Simultanaustausch Bremen vom 29.-31. Juli 2006

Samstag, 29.7.2006 – von Simon Lindner

Nachdem wir unter mehr oder weniger großen Verständigungsschwierigkeiten den neu angekommenen Japanern geholfen hatten, ihr Gepäck in die Jugendherberge zu tragen, brachen wir zu einer Stadtführung auf, die am Domshof begann, und den Austauschschülern zunächst in die Bremer Sehenswürdigkeiten nahe brachte. Schon während dieser Stadtführung lernte man sich kennen, und versuchte, sich miteinander zu unterhalten, was sich als recht schwierig erwies, da nur einer von uns der japanischen Sprache mächtig war, und quasi im Gegenzug die Japaner überhaupt kein Deutsch und nur sehr bruchstückhaft Englisch sprachen, weswegen unter anderem auch der Stadtführer von der Dolmetscherin und Betreuerin der Austauschgruppe übersetzt werden musste.

Nach dem Ende der Stadtführung, wir waren wieder am Domshof, hatten die Japaner eine Stunde Zeit zum Shoppen. Wir teilten uns also in Gruppen ein. Man muss sagen, dass sich die Japaner hier wirklich dem Klischee anpassten, und so ziemlich alles fotografierten, sowie Unmengen von Bremer-Stadtmusikanten-Abbildern kauften... Aber, was würden wir in Tokyo tun?

Danach fuhren wir zunächst zurück in die Jugendherberge, wo sich die Japaner zunächst frisch machten und wir hinterher gemeinsam mit ihnen zu Abend aßen. Dann gingen wir noch alle zusammen zum Café Sand, und guckten uns den Anfang von Revolverheld an. Mittlerweile verstanden wir uns mit den Japanern insoweit besser, als dass man einen gewissen Akzent in deren Englisch ausmachen konnte, der einen viele Dinge im Kopf korrigieren ließ, aber trotzdem stand die Zeichensprache im Vordergrund, bzw. die drei Wörter, die man inzwischen von den Japanern gelernt hatte.

Wir fuhren relativ früh wieder Richtung Jugendherberge, gingen danach aber mit einigen Japanern noch in eine Disco (den Namen hab ich vergessen...), und um etwa viertel vor zwölf fuhren alle nach Hause.

 

 

Sonntag, 30.07.2006 – von Cordula Schwenke

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Sonntagmorgen alle Begleiter und Teilnehmer des Austausches zu einem „open-air“ frühshoppen an der Waldbühne im Bürgerpark. Bei Live Musik, kühlen Getränken und warmen Laugenbrezeln ließen wir es uns gut gehen. Laugenbrezel waren sogar bei den Japanern bekannt und fanden großen Anklang – vor allem die mit Käse. Trotz einiger Verständigungsschwierigkeiten, im Bezug auf die Sprache (obwohl eine Dolmetscherin die 8 Japaner begleitete, jedoch konnte sie selbstverständlich nicht für alle Teilnehmer zur selben Zeit übersetzen), fand eine rege Unterhaltung statt.

Da Christian, einer der Leiter, ein paar Kartenspiele mitgebracht hatte, die auch ordentlich zum Einsatz kamen, verging der Vormittag mit viel Spaß wie im Fluge.

Nach so viel „nichts tun“, kam das Kontrastprogramm. Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Sportgarten, nahe der Weser. Bewegung war angesagt! Durch das vielfältige Angebot war für jeden einzelnen was dabei.

Das Highlight des Tages war ein 1 ½ Stunden dauernder „Kletter-Crash-Kurs“ für alle die Lust hatten. Doch zuvor wurden noch die Gastgeschenke ausgetauscht und eine kleine Rede gehalten.

Nachdem unsere „Kletterer“ eine kleine, aber ausführliche Vorbereitung bekommen haben, wobei sie lernten, wie man seinen Partner mit dem Seil sichert und wieder hinunter lässt, war auch schon der erste an der ca. 7m hohen Wand. Die ersten hatten ziemliche Schwierigkeiten, da es in dem Sinne ja keine Griffe gibt, wo man sich festhalten kann. Doch es gab auch ein paar sehr Talentierte, die es fast bis ganz nach oben geschafft haben.

Danach wurde in kleineren Gruppen Fußball oder Beach Volleyball gespielt. Dies war mit sehr, sehr viel Spaß verbunden.

Um es in der Hitze aushalten zu können, haben sich zwischendurch die ein oder anderen ein leckeres, erfrischendes Eis gegönnt

Gegen Abend wurde dann zusammen gegrillt. Alle waren sehr hungrig nach so viel Sport und Anstrengung. Doch damit die Wartezeit, bis der Grill heiß war, nicht so lang war, haben wir unseren Salat selber gemacht. Dort konnte dann auch noch mal jeder seine Koch- und „Schnittkünste“ zeigen.

Außerdem bekamen wir eine grandiose Vorführung von zwei der Jungs gezeigt. Sie stellten einen traditionellen Schaulinkampf dar.

Dann war es soweit, die Würstchen waren endlich fertig und jeder „schaufelte“ sich ordentlich Salat auf. Es ist kaum zu glauben, aber wir konnten all die hungrigen „Mäuler“ stopfen und es ist sogar noch ein wenig übrig geblieben.

Diesen Tag ließen wir dann mit einem kleinen Rundgang um das Weserstadion ausklingen. Das „Wuseum“, die Ostkurve und ein paar schöne Fotos durften natürlich nicht fehlen.

Nach diesem sehr gelungenem, vielfältigem Tag fiel wahrscheinlich jeder todmüde ins Bett.

 

 

Montag, 31.Juli 2006 – von Felix Böschen

Um 9.00 Uhr hat sich die versammelte Mannschaft am Universum Science Center Bremen getroffen, um sich diesen „Wal“ und die naturwissenschaftlichen Exponate von innen aus anzusehen. Das Universum ist in drei Bereiche („Kosmos“, „Erde“ und „Mensch“) eingeteilt. Bevor wir den Eingang passiert haben, haben wir eine kleine Einführung über das Universum von einem Mitarbeiter bekommen. Danach haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt, damit nicht alle zusammen gingen und damit man sich noch besser kennen lernt. Nachdem wir dann ungefähr zweieinhalb Stunden im Universum waren, sind wir zurück zur Jugendherberge gefahren, um dort das Mittagessen zu uns zu nehmen. Anschließend mussten wir uns wieder von den Japanern verabschieden, damit sie weiter nach Gifron weiter zu fahren.

 

Meine persönliche Erinnerung der drei Tage:

• Die Japaner müssen eigentlich immer mit einer Kamera herumlaufen, damit sie alles aufnehmen können was sie toll finden. (Sa.)

• Das „Frühschoppen“ in der Waldbühne fand ich persönlich nicht so gut, weil das nicht unbedingt unsere Musik war, dafür hat das Karten spielen viel mehr Spaß gemacht. Die Kletterei hat mir und den Japanern sehr viel Spaß gemacht und das gemeinsame Grillen danach, war auch ganz nett. (So.)

• Die „Dunkelkammer“, die „Kosmosreise“, die „Gebärmutter“ und der „Blitzautomat“ haben mich am Meisten beeindruckt. (Mo.)