Erfahrungsberichte der FSJ'ler

FSJ im Sport - warum?

Liebe Leute, das ist eine gute Frage! Das FSJ im Sport dauert 12 Monate, man arbeitet 38,5 Stunden in der Woche und man hat 26 Urlaubstage. Hinzu kommen 25 Bildungstage, denn das FSJ ist ein anerkanntes Bildungsjahr. Ein Taschengeld in der Höhe von mind. 150 € bis max. 400 € werden dir pro Monat bezahlt. Die Altersspanne beträgt 16 – 26 Jahre. Nach diesen trockenen Fakten sind wir dem Warum immer noch nicht näher gekommen. Vielleicht helfen uns die Aufgabenfelder ein wenig weiter. Das FSJ wird in Sportvereinen absolviert. Zum Tagesablauf gehören auf der einen Seite administrative Aufgaben, wie die Organisation von Veranstaltungen und Vorbereitungen des Sportunterrichtes und auf der anderen Seite die praktische Umsetzung und der Kontakt zu Kindern und Jugendlichen. Beim Kinderturnen, Fußball, Schwimmen, Tischtennis, Hockey, Tennis, Rudern und vielem mehr lernt man die Kinder im Alter von eineinhalb Jahren bis 15 Jahren immer besser kennen und schätzen. Die viele Arbeit mit ihnen erweitert den sozialen Horizont und verbessert die sozialen Kompetenzen. Besonders in der heutigen Zeit wird auf die Kooperation mit Ganztagsschulen Wert gelegt. Die FSJler helfen in der Mensa beim Essen ausgeben, bei der Hausaufgabenbetreuung und bieten Sport- und Bewegungsangebote in der Betreuungszeit an. Auch die Kooperation zu Kindergärten und Kindertagesstätten kann durch eine FSJ-Kraft intensiviert werden, da diese vormittags dafür Zeit aufbringen kann. Nun sind wir mit dem Warum schon ein großes Stück weiter: Wer sich wieder entdeckt hat und Spaß, Sport und Spiel mit Kindern und Jugendlichen für sich als zutreffend empfindet, hat eventuell eine Lösung gefunden, dass Jahr nach der Schule einmal anders zu gestalten. Wer jetzt noch denkt: „Dann mache ich ja gar nichts mehr mit Gleichaltrigen!“ – liegt falsch! Das FSJ bietet dir eine Übungsleiterlizenz C an. (Falls du sie schon hast, wird eine Vereinsmanagement Ausbildung angeboten.) Diese Seminare sind speziell für die FSJler! Mit einem Abschlusslehrgang auf Langeoog (ohne Gewähr) wird die Lizenz abgerundet. Also, wer schon sowieso mit Sport zu tun hat und ein Jahr Luft nach der Schule braucht, kann sich im Internet über die Angebote im eigenen Bundesland erkundigen. Vielleicht habt ihr Glück und findet genau den richtigen Verein, in den ihr passt. Sowohl für Mädchen als auch für Jungen, die den Kriegsdienst verweigern und eine Alternative für den Zivildienst suchen, bietet es sich an, ein FSJ im Sport zu machen. Die einen gehen ins Ausland, die anderen fangen an zu studieren oder machen eine Ausbildung und du kannst ein FSJ im Sport machen. Hoffentlich ist das Warum ausreichend erläutert worden. Viel Spaß beim Überlegen über deine Zukunft… 

 

Judith Lagies

 

FSJ beim Club zur Vahr (2008/09)

Die Frage, warum in aller Welt ich mich dazu entschlossen habe ein FSJ im Sport zu machen, ist leicht zu beantworten.

Es erschien mir als wesentlich unterhaltsamer als die Bundeswehr oder ein „normaler“ Zivildienst im Kindergarten oder Krankenhaus.

Deshalb begeisterte mich die Möglichkeit das FSJ im Club zur Vahr zu machen direkt.

Mein Arbeitstag ist in zwei in Zeiteinheiten etwa gleichgroße Abschnitte geteilt:

Vormittags ist es meine Aufgabe zusammen mit unserem zweiten FSJ-ler entweder der Geschäftsstelle oder, hauptsächlich, unseren Platzarbeitern zur Hand zu gehen.Dort erwarten einen interessante und anspruchsvolle Aufträge wie das Aufbauen einer drei Tennisplätze umfassenden Traglufthalle oder der Bekämpfung der clubeigenen Botanik durch Motor- beziehungsweise Kettensägen.Diese wirklichen spaßigen Tätigkeiten wechseln sich jedoch natürlich auch ab mit abstumpfenden Aufgaben wie dem „Eintüten“ tausender Briefe oder dem Kehren gefühlter 20 Millionen Blätter, gegen die man mit der Zeit eine gewisse Phobie entwickelt.Doch durch die netten und gesprächigen Kollegen wird auch diese Arbeit erleichtert.

Nach der  Mittagspause wechsele ich von der Garage bzw. dem Büro auf den Tennisplatz.Hier trainiere ich täglich viele Kinder unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Spielstärken.Ich habe schon ein Jahr vor Beginn meines FSJ eine DTB C-Trainer Lizenz erworben und hatte somit schon etwas Vorerfahrung als Tennistrainer gesammelt.Dennoch konnte und kann ich von den Trainern im Club noch eine Menge lernen und das Gelernte auch in meinem Traning anwenden.

Trotz dieses ziemlich vollen Stundenplans bleibt immernoch Zeit, um auch selber zu trainieren oder abends noch Unternehmungen mit Freunden zu starten.

Ein weiterer Pflichtteil des FSJ sind die 25 zu verbrauchenden Seminartage.Da ich wie gesagt bereits eine C-Lizenz besitze, blieb mir nichts anderes übrig, als das Vereinsmanager-Seminar zu besuchen.Im Zuge dessen sind wir schon fünf Tage nach Clausthal-Zellerfeld und Hannover gefahren.

Die Seminartage dort, insbesondere in Hannover, waren aufgrund der gleichgesinnten anderen Seminarbesucher (auch FSJler im Sport), insbesondere nach Beendigung des Pflichtprogramms sehr amüsant.Nach diesen Seminarwochen war man aufgrund akuten Schlafmangels meist ein wenig geschafft, einen Teil dazu trugen auch die recht langatmigen Theorieeinheiten tagsüber bei.Teilweise waren diese jedoch überraschend spannend und lehrreich, sodass ich mich schon auf das Abschlussseminar auf Langeoog freue!

Als Seminartage wurde mir auch eine dreitägige politische Bildungsreise nach Berlin angerechnet, die wirklich sehr empfehlenswert war, da man viel von Berlin gesehen hat und sogar eine Sitzung im Bundestag ansehen durfte.Darüber hinaus hatte man viel Freizeit und wohnte in einem schönen, gut gelegenen Hotel.

Resümierend kann ich sagen, dass mir das FSJ viel Spaß macht, mich persönlich weiter bringt, da ich viele neue Qualitäten während der Arbeit dazugewinne, und eine gute Abwechslung zum jahrelangen Schulbesuch ist.

 

Björn-Alexander Bockelmann

 

Mein Freiwilliges soziales Jahr im Sport Freizeit Leherheide Bremerhaven (FSJ 08/09)

Seit September letzten Jahres mache ich ein FSJ im SFL. Dort gehe ich  täglich verschiedenen Aufgaben und Tätigkeiten nach. Den größten Teil der Zeit bin ich in verschiedenen Turnhallen, wo ich Beim Kinderturnen, Mutter- Vater- Kind Turnen, Handball und beim Trampolin Springen helfe. Zusätzliche helfe ich noch beim Schwimmen, in Bewegungskindergärten und in einer Grundschule, wo ich im Kochunterricht eine zweite Klasse unterstütze. Außerdem habe ich noch eine eigene Kinderturngruppe, die ich selbständig leite und sitze zweimal wöchentlich in der Geschäftsstelle des Vereins.

 

An den Wochenenden fahre ich mit unserer Handball Mannschaft zu Spielen, helfe bei Veranstaltungen oder bei anderen Dingen, die so anfallen, wie Hallen aufräumen oder betreue Fahrten mit Kindern.

 

Zum FSJ gehört es auch dazu, den Grund- und Aufbau-Lehrgang der Übungsleiter C- Lizenz zu absolvieren. Danach ist es einem freigestellt, den dazu gehörigen Spezialblock mit der Prüfung zu machen. Zusätzlich zu den beiden Lehrgängen, muss ich noch 10 Seminartage leisten. Da ich in einer Trampolingruppe helfe, werde ich die Seminartage nutzen, um im Mai einen Trampolin G-Schein zu machen.

 

Die Seminare machen mir sehr viel Spaß. Wir sind eine supertolle Gruppe, in der sich alle richtig gut verstehen. Auch wenn man am Abend, nach ca. 9-10 Stunden Sportpraxis und ein wenig Theorie, jeden Muskel seines Körpers spürt, hält das einen nicht davon ab, trotzdem noch ein paar Stunden Zeit mit den anderen der Gruppe zu verbringen und sich besser kennen zulernen . Am Ende der Woche ist man zwar froh, wieder zu Hause zu sein, doch irgendwie freut man sich schon auf das nächste Wiedersehen.

 

Am meisten Spaß machen mir das Kochen in der Schule und das Helfen in der Trampolingruppe. Beim Kochen wird großer Wert darauf gelegt, dass das Selbstgemachte gesund und vollwertig ist, das finde ich gut. Es macht Spaß mit den Kindern lockeren Unterricht zu machen, weil es den Kindern auch total gut gefällt und alle, naja fast, brav mitmachen. Beim Trampolin arbeite ich mit einer sehr netten Kollegin zusammen, mit der ich immer viel zu Lachen habe, die Kinder sind immer gut drauf und man kann von Woche zu Woche den Eifer und die Fortschritte beobachten, das ist sehr schön.

 

Weniger toll finde ich dagegen das Trainieren mit den Handball-Minis: unsere 8 Jungs im Alter von 7-9 sind sehr laut, unkonzentriert und kloppen sich eigentlich lieber mit den anderen, als irgendwas lernen zu wollen. In der anderen Handballgruppe habe ich die Mädchen von 11-13, auch das ist ein schwieriges Alter, in dem mehr rumgezickt, diskutiert, gelästert und gemeckert wird, als Handball gespielt.

 

Aber dennoch macht mir das FSJ im großen und ganzen Spaß und ich freue mich darüber, täglich netten Menschen zu begegnen und mit ihnen arbeiten zu können.

 

Lisa Kindermann

 

FSJ beim TUS Komet-Arsten (FSJ 2008/09)

Ich habe mich für das Freiwillige Soziales Jahr entschieden, weil ich auf keinen Fall zur Bundeswehr wollte, da ich nichts mit Waffen zu tun haben möchte. Ich habe durch Zufall in der Zeitung gelesen dass der TuS Komet Arsten  jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr sucht. Und weil ich bei TuS Komet Arsten sowieso bin (wegen mein Fuball Training) habe ich Jan Broszeit, der dafür zuständig war, gefragt, ob die Stelle noch frei ist. Da habe ich sie angenommen, weil ich gerne etwas im Bereich des Sports mache, und wollte dies dann auch gerne weiter geben.

Meine Hauptaufgaben im Büro sind Tätigkeiten wie z.B. Schlüsselpläne und Kabinenpläne zu erstellen sowie die Aktualisierung unserer Internetseite. Zudem erledige ich Hausmeistertätigkeiten wie z.B. Plätze kreiden, Anstriche erneuern und andere anfallenden Aufgaben.

Ich helfe auch noch an einer Grundschule beim Sportunterricht für Kinder in den Klassen 1-4 und in Turnkursen des TuS Komet Arsten.

Bei den zwei Seminaren in Sögel hat es mir sehr gut gefallen (vor allem der Sportunterricht) und ich habe einiges über die Gestaltung der Sport- und Turnkurse gelernt.

 

Steven Hollwedel