Jugendtag 2011: „Das Bildungs- und Teilhabepaket – Eine Chance für den Sport?“

Am 4. November wurde zum Jugendtag 2011, der Mitgliederversammlung der Bremer Sportjugend (BSJ), zum ersten Mal in die neuen Räumlichkeiten der BSJ und des LSB, dem Kellog – Haus, geladen. Schwerpunktthema des Abends war das Bildungs- und Teilhabepaket und Möglichkeiten und Herausforderungen die dadurch für die Sportvereine in Bremen entstehen.

Der Vorsitzende Christian Droste konnte wie immer einige Ehrengäste begrüßen wie die LSB-Präsidiumsmitglieder Detlev Busche, Waltraud Ehrhardt, Barbara Tülp, und Bernd Zimehl sowie Karl Vennegeerts, Geschäftsführer des Lidice Hauses, Karl-Heinz Steinmann, Geschäftsführer der Niedersächsischen Sportjugend und die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion  Petra Krümpfer.

Als Referenten konnte der BSJ Vorsitzende Christian Droste die Amtsleiterin des Sozialamtes Bremerhaven, Astrid Henriksen und den Leiter des Landesjugendamtes Bremen, Dr. Michael Schwarz begrüßen. Bernd Giesecke führte als Moderator durch die Veranstaltung.

Waltraud Ehrhard, Präsidiumsmitglied des LSB, leitete in ihrem Grußwort thematisch in den Abend ein und erklärte, der Landessportbund setze auf den Jugendbereich und lobe die gute Zusammenarbeit mit dem größten Bremer Jugendverband. Auch Projekte wie "Kids in die Clubs" hob sie hervor. Sie wünschte den Delegierten einen informativen Abend und viele Gelegenheiten, sich effektiv auszutauschen.

Im Anschluss stellte sich Mareike Sander als neue „Abteilungsleiterin Jugend“ vor. Seit dem 17.10.2011 besetzt sie als Nachfolgerin die Stelle Silke Hinkens, die nach 11 Jahren die Sportjugend im Herbst verließ um in Karlsruhe das Schul- und Sportamt zu leiten. Als Sportwissenschaftlerin war Mareike Sander bis zu ihrem Stellenwechsel beim TV Dinklage für die sportliche Leitung des Kindersportclubs verantwortlich. Sportlich war sie als Handballerin und Trainerin beim SFN Vechta, dem SV Hellern und dem SSC Dodesheide aktiv.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Astrid Henriksen und Dr. Michael Schwarz wurde auf die Chancen und Möglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepakets eingegangen. Die Mitglieder der BSJ wurden darüber informiert, was in dem von der Regierung geschnürten Paket für Kinder und Jugendliche enthalten ist und konnten sich in einer anschließenden, rege geführten Diskussion beteiligen. Von Seiten der Mitglieder wurde vor allem auf den enormen bürokratischen Aufwand hingewiesen. Viele Verbesserungsvorschläge für das gängige Verfahren und Lösungsansätze für einen unkomplizierten Umgang zum Beispiel mit der Vergabe der Fördermittel in Form von „Gutscheinen“, wie in Bremerhaven gängig, wurden angebracht. Dr. Michael Schwarz machte den durchaus wohlwollend von den Delegierten aufgenommenen Vorschlag, einen runden Tisch zu gründen, um die Erfahrungen der Vereine in die weitere Entwicklung des Verfahrens einzubinden. Mit diesem umfassenden Einblick in die Problematik konnte im Anschluss über einen Beschlussvorschlag des LSB Bremen und der BSJ zur Vereinfachung der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes abgestimmt werden. Nach der Feststellung der stimmberechtigten Delegierten wurde bis auf eine Enthaltung und eine Gegenstimme geschlossen für den Beschlussvorschlag gestimmt.

Nach dieser Abstimmung folgte die zweite von dreien an diesem Abend, die anstehende Genehmigung des Protokolls vom Jugendtag am 05.11.10 wurde einstimmig von den Delegierten beschlossen.

Neben der Vorstellung der neuen Abteilungsleiterin gab es eine weitere Personalie, die an diesem Abend viel Beachtung fand. Nach einigen Jahren in der BSJ verabschiedete Christian Droste das Vorstandsmitglied Daniela Maaß, die als eine der ersten FSJ-Teilnehmerinnen zur BSJ gekommen und daraufhin viele Jahre ehrenamtlich engagiert gewesen ist. Die Delegierten verabschiedeten sie herzlich und gaben ihr die besten Wünsche für ihre Zukunft mit auf den Weg.

Nach der Vorstellung der Haushaltsrechnung 2010 durch Bernd Giesecke folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes durch die Delegierten, die sie im Anschluss weiterhin rege über die besprochene Thematik des Teilhabe- und Bildungspakets austauschten.  

Materialien zum Jugendtag 2010

Am Freitag, den 5. November 2010 fand im Haus des Sports der Jugendtag der Bremer Sportjugend zum Thema "Die Grenzen achten - Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport" statt.

 

Hier finden Sie die Unterlagen zum Jugendtag:

Jugendjournal 2010

Präsentation der Bremer Sportjugend

Präsentation zum Thema "Die Grenzen achten"

Broschüre "Die Grenzen achten - Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport"

Jugendtag 2009

Am Freitag, den 13. November fand in der Jacobs-University der diesjährige Jugendtag der Bremer Sportjugend statt. Im Mittelpunkt stand das Thema: "FSJ - Chancen für den Verein! Herausforderungen für junge Menschen!" Dazu gab es Vorträge von Birgitt Pfeiffer (Leiterin der Freiwilligen-Agentur-Bremen) und Olga Teufel (Koordinatorin für das FSJ bei der Bremer Sportjugend). Außerdem stellte Christian Dirbach die Special Olympics 2010 in Bremen vor.

 

Die Präsentationen zu den jeweiligen Vorträgen können Sie sich unter folgenden Links anschauen:

Präsentation von Birgitt Pfeiffer

Präsentation der Bremer Sportjugend

Auszüge aus der Präsentation von Christian Dirbach

 

Anliegend finden Sie hier das Protokoll zum Jugendtag 2009, außerdem das Berichtsheft, das Sportjugend-Echo.

 

 

Bericht vom Jugendtag 2009

BSJ-Jugendtag 2009 beschäftigte sich mit freiwilligem Engagement junger Menschen

Das freiwillige Engagement junger Menschen stand im Mittelpunkt des diesjährigen Jugendtages der Bremer Sportjugend (BSJ), der erstmals in der Jacobs University Bremen in Bremen-Nord stattfand. Der BSJ-Vorsitzende Christian Droste konnte dabei neben den 40 Delegierten auch die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales Ingelore Rosenkötter, den Präsidenten des Landessportbundes Bremen Peter Zenner und weitere Mitglieder des Präsidiums, den Geschäftsführer der Sportjugend Niedersachsen Karl-Heinz Steinmann, den Projektleiter der Special Olympics Deutschland Christian Dirbach, die Leiterin der Freiwilligen-Agentur Birgitt Pfeiffer und Mitglieder der Deputationen und der Bremischen Bürgerschaft begrüßen.

Ingelore Rosenkötter hob in ihrem Grußwort hervor, dass die Bremer Sportjugend als Jugendorganisation und aufgrund der überfachlichen Jugendarbeit eng mit ihrem Ressort zusammenarbeite. Sie sehe den Sport als Multiplikator für Kinder und Jugendliche, um ihnen Selbstbewusstsein, Stärke und soziale Kompetenzen zu vermitteln. „Kids in die Clubs“, aber auch die 52 Bewegungskindergärten ermöglichten Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Sport. Sie forderte den organisierten Sport auf, in Zukunft mehr Verantwortung im Umgang mit Alkohol und Drogen zu übernehmen.

Dr. Larissa Kübler überbrachte die Grüße der IUB und hob viele gelungene Kooperationen mit Sportvereinen hervor. Sie würde sich freuen, wenn in gegenseitigem Interesse die Zusammenarbeit verstärkt werden könnte.

Christian Dirbach freute sich, den Delegierten des Jugendtages kurz die Special Olympics 2010 in Bremen vorstellen zu können. Er warb dabei für ein freiwilliges Engagement junger Menschen auch bei dieser Veranstaltung.

Zum Themenschwerpunkt „Freiwilliges Engagement junger Menschen“ referierte Birgitt Pfeiffer, Leiterin der Freiwilligen-Agentur Bremen. Sie stellte in ihrem Vortrag unterschiedliche Formen freiwilligen Engagements vor. Jugendengagement sei sehr vielfältig und 36 % der Jugendlichen zwischen 14-24 Jahren engagierten sich in diesem Bereich. Freiwilliges Engagement habe sich von traditionellen Formen hin zu modernen Formen verändert: es erfolge milieuunabhängig, kurzfristig, betone die eigenen Interessen und Gestaltungsmöglichkeiten müssten vorhanden sein. Jugendliche, so Birgitt Pfeiffer, lernen innerhalb des Engagements auf vielfältige Weise: Sie stärken die kommunikativen Fähigkeiten und die Möglichkeiten zur Teamarbeit. Insbesondere sei es Jugendlichen aber wichtig, „in Echt“ zu lernen und zu arbeiten und eben nicht in künstlichen Situationen wie in der Schule. Die Erwartungen Jugendlicher an das Engagement seien deutlich: es müsse Spaß machen und „mir etwas bringen“. Die Referentin betonte abschließend, dass Voraussetzzungen für ein gelingendes freiwilliges Engagement die Faktoren „Freiwilligkeit“, „Verantwortungsübernahme“, „Frei- und Gestaltungsspielräume“ und die „Ernsthaftigkeit / reale Anforderung“ seien.

BSJ-Mitarbeiterin Olga Teufel stellte anschließend kurz das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Sport vor und diskutierte mit Bastian Friese - FSJler beim ATSV Habenhausen, Daniel Sproll - FSJler beim Bremer Ruder-Club „Hansa“ und Stephan Oldag - FSJ-Betreuer beim Bremer Sport Club über ihre Gründe für das Engagement im FSJ im Sport.

Im Berichtsteil des Jugendtages informierte Cordula Schwenke, im Vorstand der Bremer Sportjugend zuständig für die „Internationale Jugendarbeit“, dass für diesen Bereich ein Fachbereich gegründet worden sei. Auch hier könnten gerne noch interessierte junge Menschen mitarbeiten.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes konnte Bernd Giesecke (Finanzverantwortlicher im BSJ-Vorstand), der durch den diesjährigen Jugendtag geführt hatte, einen auch ohne Wahlen inhaltsreichen und anspruchsvollen Jugendtag 2009 schließen.